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FB 03

Die ökonomische Theorie des Neoliberalismus

Der Neoliberalismus ist eine Ideologie, die Effizienz durch Wettbewerb auf freien Märkten predigt und über die Wirtschaft hinaus versucht, sämtliche gesellschaftliche Sphären (einschließlich der Universität) einer ökonomischen Verwertungslogik zu unterwerfen. Doch was genau steht hinter jener ‚Ökonomisierung‘? Und wie werden nicht-ökonomische Bereiche unseres Lebens ‚ökonomisiert‘? Antworten auf diese beiden Fragen wollen wir uns gemeinsam erarbeiten. In der ersten Hälfte des Tutoriums greifen wir auf wirtschaftswissenschaftliche Literatur zurück, um eine ökonomische Theorie des Neoliberalismus zu rekonstruieren. Wir setzen uns dafür mit ökonomischen Konzepten wie Homo Oeconomicus, freier Markt, Privateigentum sowie Shareholder Value auseinander. Am Ende jeder Sitzung sammeln wir Themenvorschläge für die zweite Hälfte des Tutoriums. In diesem werden wir je nach Interessenlage der Teilnehmenden die sozialwissenschaftlichen Implikationen der ökonomischen Theorie des Neoliberalismus mit Blick auf Politik, Soziologie, Feminismus, Bildung, Anthropologie/Ethnologie, Philosophie etc. diskutieren. Nach Möglichkeit wird es ein bis zwei Gastvorträge von Dozierenden des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften geben, die uns bei der Rekonstruktion der ökonomischen Theorie behilflich sein können, bevor wir mit ihnen in eine gemeinsame Diskussion über die sozialwissenschaftlichen Implikationen des Neoliberalismus treten.

Erstes Treffen: Freitag, 16. April 2021, 10 Uhr c.t.

Kontakt: Pascal Wolf (pascal.wolf15@gmail.com)