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FB 03

Klassismus und antiklassistische Interventionen an der Hochschule

Klassismus ist nicht nur die ökonomische Benachteiligung und Diskriminierung von Personen aufgrund ihrer sozialen Herkunft, sondern umfasst alltägliche Stereotype und Abwertungen, das Abgeschnittensein von Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Insbesondere im letzten Jahr haben sich an mehreren Universitäten Referate und selbstorganisierte Gruppen von Klassismusbetroffenen gegründet, weil Klassismus in der universitären Lehre und innerhalb der Studierendenschaft bislang kaum explizit behandelt wurde. An diese Initiativen und aktuelle Literatur anknüpfend, wollen wir gemeinsam über eine Praxis des Anti-Klassismus nachdenken. Im Tutorium soll Klassismus als Struktur und als Erfahrung sichtbar gemacht, aufgedeckt und hinterfragt werden. Ein Schwerpunkt des Tutoriums soll der Austausch unterschiedlicher persönlicher Erfahrungen und Denkweisen sein und die Reflektion der eigenen Klassensozialisation und -positionierung. Dabei sollen vor allem intersektionale Verschränkungen mit anderen Diskriminierungsformen thematisiert werden. Wir wollen uns einerseits kritisch mit der Universität als Ort der Reproduktion von Klassismus beschäftigen und andererseits hier nach Potenzialen für antiklassistische Arbeit suchen. Wir wollen die Frage stellen, welche Herausforderungen und Konsequenzen sich für politisches Handeln und das alltägliche Miteinander ergeben. Das Tutorium steht allen Personen unabhängig von bisherigen Vorkenntnissen offen.

Erstes Treffen: 21.04.2021 um 18:15

Kontakt: Mona Lach (mona.lach@stud.uni-frankfurt.de); Zoe Gallagher (zoe.gallagher@stud.uni-frankfurt.de)