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FB 03

„Wir wurden einfach mitgenommen“ Über die institutionelle Diskriminierung an deutschen Schulen

Mit dem Untersuchungsgegenstand der Biographie eröffnen sich zahlreiche interpretative Perspektiven der Sozialforschung auf die Konstitution von Rassismus, Sexismus und weiteren Diskriminierungsmechanismen. Die Biographieforschung leistet in ihrem Diskurs eine methodologische Arbeit, die allerdings im Rahmen der positivistischen und dogmatischen akademischen Gegebenheiten untergeht.

In diesem Tutorium wird eine methodologische Grundlage für die Prozessstrukturanalyse erarbeitet, um sich mit dem alltäglichen Sachbestand der Diskriminierung in bildungsinstitutionellen Kontexten auseinanderzusetzen und die sozialen Dynamiken von Rassismus und Sexismus an deutschen Schulen aufzuzeichnen. Wir möchten uns näher mit den Fragen befassen, inwiefern Diskriminierungsmuster in Bildungsverläufen auftreten können und die Kausalitäten und Formen dieser Muster durch rekonstruktive Fallanalysen exemplarisch in gemeinsamen Interpretationssitzungen bearbeiten.

Damit dies gelingt, wird in den ersten Sitzungen zunächst ein Grundverständnis der Biographie und Lebenswelten gezeichnet, und auch eine theoretische Grundlage über Diskriminierung an deutschen Bildungssystemen für die interaktiven Interpretationssitzungen erarbeitet.

Zukünftige Sitzungstermine ab der ersten Sitzung werden nach Vereinbarung mit der Gruppe gemacht, erste Präferenz wäre aber regelmäßige Donnerstage von 18-20 Uhr. Die Sitzungsliteratur und weitere Dokumente sollen dann über einen gemeinsamen Drive Ordner erhältlich sein.

Kontakt:  Candas Filiz (candas.filiz@gmail.com)

Erste Sitzung: Donnerstag, der 06.05.21, Uhrzeit: 18-20 Uhr