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Die Klimakrise aus Interdisziplinärer kritischer Perspektive

Was sind geographische, gesellschaftliche und individuelle Folgen und Ursachen der Klimakrise. Eine Interdisziplinäre wissenschaftliche Betrachtung?

Die Klimakrise ist wohl die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts und leider hat sie dennoch in vielen Teilen der Gesellschaft und der Ökonomie aber auch innerhalb der Universität, die ein Motor gesellschaftlicher Veränderungen sein muss, eine viel zu kleine Bedeutung. Dies liegt unter andrem auch an ihrer Komplexität, denn um ein auch nur ansatzweise vollständiges Bild ihrer Ursachen und ihrer Folgen zu erhalten, muss sie aus sehr vielen Disziplinen betrachtet werden. Dieses Tutorium soll ein versuch sein, dies zu tun und dafür Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen ermöglichen, ihr Wissen zu Themen der Klimakrise zu teilen, um verschiedene Fachbereiche zu verbinden und Ursachen und Wirkungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven zusammen zu denken. Die einzelnen Sitzungen werden also von verschiedenen Personen gehalten werden!

Zunächst werden wir einen Blick auf die geographische Dimension der Folgen der Klimakrise werfen. Dadurch werden sowohl die Dramatik als auch die Relevanz der Klimakrise aber auch Ungleichheiten, die diese mit sich bringt, deutlich. Nach dieser Einführung wird aus soziologischer Perspektive auf gesellschaftlich-ökonomische Ursachen eingegangen. Die hieraus resultierenden Schwierigkeiten der Bearbeitung der Klimakrise werden dabei aus Perspektive einer kritischen politischen Ökonomie betrachtet. Schließlich wird auf individuelle Reaktionen und Schwierigkeiten aus psychologischer Perspektive eingegangen. Hierbei werden verschiedene psychologische Konzepte einführend erklärt und dann im Bezug zur Klimakrise angewandt. Angedacht sind auch eine Sitzung aus einer Rassismus-kritischen postkolonialen Perspektive, eine Sitzung zu Klimagerechtigkeit als Konzept und eine Sitzung zur Möglichkeit und Notwendigkeit, neben gesellschaftlichen, ökonomischen und individuellen Veränderungen, auch CO2 aus der Atmosphäre zu binden. Das Tutorium soll Fragen der Auswirkungen und Handlungsperspektiven in einem naturzerstörerischen Wirtschafssystems beantworten, was Aktivismus leisten kann und muss, um gegenwärtige Hegemonien zu brechen und welche individuellen Eigenschaften und kollektiven Handlungsweisen am effektivsten für mehr Klimagerechtigkeit sind.

Hinweis: Es sind keine besonderen Vorkenntnisse in Soziologie, Geografie, Psychologie, oder auch Klimawissenschaften notwendig.

Das Tutorium findet, wenn möglich in Präsenz, alternativ online einmal pro Woche statt, die genauen Termine werden mit den Interessierten abgestimmt. Bei Interesse bitte bei s1157046@stud.uni-frankfurt.de melden.