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FB 08

Einander brauchen: Kollektivität in Arbeit, Kunst und Augenblick

Kollektivität ist gesellschaftliches Phänomen und gegenwärtig ein weit verbreitetes Buzzword – was mitunter daran liegt, dass Dynamiken zunehmender Individualisierungstendenzen ein Bedürfnis der Notwendigkeit erstarken lässt.

Aber was genau stiftet Kollektivität eigentlich? Um sich dem zu nähern nähern, wollen wir Akteur*innen aus den Bereichen Arbeit, Kunst und Augenblicks-Gemeinschaft befragen, wie sie aus ihrer Perspektive den Sinnzusammenhang des Kollektivs erfahren. Wie gestaltet sich dabei Kollektivität in der Praxis?

Wir wollen versuchen nachzuvollziehen, ob und wie die jeweiligen Kollektive sich einerseits nach außen von etwas Anderem abgrenzen; andererseits wollen wir thematisieren, inwiefern Kollektive zum Schauplatz des je individuellen “Selbsts” werden und sich dabei der Umgang mit den damit einhergehenden Konfliktlinien gestaltet. 

Dadurch, dass Kollektive einen Ort bilden können, an dem spezifische Bedürfnisse und Fähigkeiten in der Anerkennung der gegenseitigen Abhängigkeit zur Geltung kommt, kann sich die paradoxen Gleichzeitigkeit von Kollektivität und Autonomie konstruktiv weiterentwickeln.

Wir planen im zweiwöchigen Rhythmus Lektüresitzungen, die aus einer gender- und performanz-theoretischen Perspektive das Thema kritisch beleuchten. Die Sitzungen dienen zur Vorbereitung mehrerer Gesprächsformate, in denen wir in Austausch mit Frankfurter Kollektiven im Bereich der Politik, Kunst und Rave-Kultur treten wollen.

Bei Interesse meldet euch unter der Adresse: atkollektiv@gmail.com

Wir senden euch im Anschluß den Ort und die Lektüre für das erste Treffen am 25. Okt. 18.00 c.t. und für die darauffolgenden Sitzungen zu.