Kategorien
FB 03

Männlichkeit und rechter Terror 

Männlichkeit und rechter Terror – Eine Annäherung an die Analyse rechtsterroristischer Attentate mithilfe der kritischen Männlichkeitsforschung 

Die „Einzelfälle“ vermehren sich. Immer öfter begegnen wir auch in der deutschsprachigen Medienlandschaft Berichten über rechtsextremistische Anschläge vermeintlicher „Einzeltäter“. Doch seit einiger Zeit wird in diesem Kontext auch über Männlichkeit und sogenannte Incels gesprochen. In unserem autonomen Tutorium wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmenden den Zusammenhang zwischen Männlichkeit und rechtem Terror aus einer psychoanalytisch-sozialpsychologischen Perspektive ermitteln und ihn anhand eines Fallbeispiels überprüfen und konkretisieren.   

Dazu möchten wir uns zuerst einen allgemeinen Überblick über das Feld der kritischen Männlichkeitsforschung verschaffen. Gemeinsam mit euch wollen für dafür zentrale Texte der Klassiker*innen der Männlichkeitsforschung lesen und diskutieren, um dann zu explizit psychoanalytischen Ansätzen überzugehen. Mithilfe der Theorien Klaus Theweleits und Rolf Pohls soll dann der Blick auf den Zusammengang zwischen Männlichkeit, Rassismus, Verschwörungsideologien und Antisemitismus gewendet werden. Dabei gilt es die jeweiligen Texte und Passagen kritisch zu diskutierten und zu hinterfragen. Sind die besprochenen Ansätze überhaupt noch aktuell? 

Anhand der neu gewonnenen Erkenntnisse besprechen wir schließlich gemeinsam einen spezifischen Fall, der in das Spektrum „Rechtsterrorismus“ eingeordnet werden kann. Spielt Männlichkeit hier eine Rolle? Und wo liegen die Grenzen der Männlichkeitstheorien? 

Kontakt und Anmeldung: Newal Yalcin (tutorium.maennlichkeit@web.de). 

Starttermin: 04.11., 16.15 Uhr am Café KoZ in Bockenheim