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FB 05

Kritische Psychologien

Die akademische Psychologie verfolgt zu großen Teilen ein vermeintlich objektives, naturwissenschaftliches auf quantitativen Methoden aufbauendes Forschungsparadigma. Als positivistische Wissenschaft hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die menschliche Psyche in operationalisierbare Variablen einzuteilen, Emotionen, Kognitionen und Verhaltensweisen auf quantifizierbare Größen herunterzubrechen und sich auf diese Weise einer immer exakteren, wertfreien Beschreibung der Welt anzunähern. Kann Psychologie also überhaupt (gesellschafts-) kritisch sein? Kann sie neben dem was ist, auch beschreiben was sein könnte? Von diesen Fragen ausgehend wollen wir zunächst historische Zusammenhänge und Berührungspunkte zwischen Psychologie und kapitalismuskritischen Gesellschaftstheorien erarbeiten. Darauf aufbauend sollen verschiedene Ansätze wie die Subjektwissenschaft Klaus Holzkamps und kritisch psychoanalytische Sichtweisen diskutiert werden. Studierende aus allen Fachbereichen sind herzlich willkommen. Es sind keine Vorkenntnisse von Nöten.  

Kontakt: kritpsychffm@web.de

Erstes Treffen: Mittwoch 20.10. / 19h / Via Zoom